Sein Gesicht hat man schon mal gesehen. Den Namen auch schon gehört. Nur die Wenigsten verbinden jedoch das charmante Lächeln des Sunnyboys mit dem Namen Jason Bateman. Und das, obwohl er schon in viele großen Blockbustern mitgespielt hat. Seinen großen Durchbruch hatte Bateman schon Anfang der 80er Jahre als er eine der Hauptrollen in Unsere kleine Farm spielte. Nach einigen weiteren Serienerfolgen wurde es dann erst mal ruhig um ihn. Im Jahr 2002 spielte er dann eine kleine Rolle in Super Süß und Super Sexy an der Seite von Cameron Diaz, Christina Applegate und Selma Blair. Die Rolle des charmanten Sidekicks, der recht unauffällig, aber trotzdem sympathisch ist, war ihm wie auf den Leib geschneidert. Von da an spielte er in diversen großen Produktionen wie Starsky & Hutch, Voll auf die Nüsse oder Trennung mit Hindernissen, zwar meist kleine Rollen, die jedoch oft eine Schlüsselfigur einnahmen. In Operation Kingdom bewies Jason Bateman, neben Jamie Foxx und Chris Cooper, dann einmal mehr sein Talent und glänzte in der Rolle des Adam Leavitt. Ein Jahr später war er dann in seiner ersten Hauptrolle in Juno zusehen. Seitdem scheint er nicht mehr zu stoppen zu sein und landet einen Erfolg nach dem anderen, nicht zuletzt mit der Komödie Voll abgezockt mit Melissa McCarthy an seiner Seite.

Super Süß und Super Sexy (Cover)Super Süß und Super Sexy (2002)

Die drei Freundinnen Christina (Cameron Diaz) und Courtney (Christina Applegate) führen ein Single-Leben wie es im Buche steht: Wilde Partys mit heißen Flirts ohne Verpflichtungen. Kaum einer der auserwählten One-Night-Stands hat ihren richtigen Namen bekommen. Lediglich Jane (Selma Blair), die beste Freundin der beiden und Christinas Mitbewohnerin, glaubt noch an die wahre Liebe. Die beiden Party-Miezen versuchen Jane auf den „richtigen“ Weg zu bringen, bis plötzlich etwas dazwischen kommt. Oder besser gesagt jemand: Der Immobilienmakler Peter Donahue (Thomas Jane) verdreht Christina gewaltig den Kopf. Als Peters Bruder Roger (Jason Bateman) sie noch zu seiner Hochzeit einlädt, bei der Peter angeblich Trauzeuge ist, scheint alles klar zu sein. Nach einer abenteuerlichen Reise mit Courtney im Schlepptau muss sie jedoch feststellen, dass nicht Roger heiratet, sondern Peter! In diesem charmant-chaotischen Roadtrip behauptet sich Jason Bateman an der Seite diverser Hollywood Größen wie Cameron Diaz (Verrückt nach Mary), Christina Applegate (You’re Fired! – Du bist gefeuert!) und Selma Blair(Hellboy) und hinterlässt, trotz seiner Nebenrolle, einen bleibenden Eindruck.

 

HancockHancock (2008)

Graue Strickmütze, ein dreckiges T-Shirt und eine zerrissene Jeans. Das ist nicht unbedingt das Outfit, das man von einem Superhelden erwartet. Als letzter Superheld auf der Welt verbringt Hancock (Will Smith) seine Tage auf der Straße, seine Nächte auf Parkbänken und leert zwischendrin die ein oder andere Flasche Schnaps. Wenn er sich denn doch mal aufraffen kann, der Menschheit etwas Gutes zu tun, endet das meistens in einer Katastrophe: Hancock zieht eine Spur der Verwüstung hinter sich her, was ihm die Bevölkerung von L.A. ziemlich krumm nimmt. Erst als er dem PR-Berater Jay Embrey (Jason Bateman) zufällig das Leben rettet, schein Hancock seinen persönlichen Helden gefunden. Jay will ihm helfen, sein Image wieder aufzupolieren und aus dem abgewrackten Grobian wieder ein strahlendes Idol für Jedermann zu machen. Was Jay an diesem Punkt noch nicht ahnt, seine Frau Mary (Charlize Theron) verbindet mehr mit Hancock, als sie ihm erzählt… Der Film ist wie Hancock selbst – bissig und nicht immer ganz politisch korrekt. Ob es ein Grauwal ist, der durch die Luft geschleudert wird und eine Yacht zertrümmert, oder ein freches Kind, dass zum Abkühlen von Hancock in die Stratosphäre befördert wird, der Balanceakt zwischen Lachen und Empörung wird elegant gemeistert. Neben beeindruckenden Specialeffekts und einem wirklichen Lauffeuer an guten Witzen trumpft die Actionkomödie mit einer namenhaften Besetzung auf. Das hitzige Finale zwischen Will Smith (Das Streben nach Glück) und Charlize Theron (Monster) lässt solche Funken fliegen, dass einem schon nur vom Zuschauen ganz warm wird. Hancock gehört auf jeden Fall ganz weit nach oben in der Liste der Superheldenfilme.

Juno CoverJuno (2008)

Juno (Ellen Page) ist 16 und hat ein Problem. Sie ist schwanger! Und das direkt nach ihrem ersten Mal. Das sie ausgerechnet mit ihrem besten Freund Paulie (Michael Cera) hatte. Ohne groß zu überlegen ist für den Teenager klar: das „Problem“ muss weg. Doch als sie vor der Abtreibungsklinik erfährt, dass ihr Baby schon Fingernägel hat, ist diese Option für Juno nicht mehr relevant. Da sie das Kind nicht behalten kann, kommt nur eine Adoption in Frage. In der Zeitung wird sie schließlich fündig und findet Mark (Jason Bateman) und Vanessa (Jennifer Garner). Die beiden versuchen schon lange, ein Kind zu bekommen und sind die idealen Kandidaten für eine Adoption – ein großes Haus, wohlhabend und ein absolutes Vorzeigepärchen. Von nun an verbringt Juno den größten Teil ihrer Freizeit bei Mark und wird Zeuge davon, wie das vermeintliche Babyglück zur Belastungsprobe für alle Beteiligten wird. Das gefühlsbetonte Melodrama sorgte in den USA für viel Aufsehen. Ein Schulleiter behauptete, dass Juno einen „Schwangerschaftsboom“ an seiner Schule ausgelöst hätte. Jennifer Garner (Elektra) überzeugt in ihrer Rolle so sehr, dass man ihr nur sehnlichst den Kinderwunsch erfüllen möchte. Ob schwanger oder nicht, Jason Bateman verzaubert nicht nur Juno selbst sondern auch das Publikum durch sein verschmitztes Lächeln und seine einfühlsame Art.

All InclusiveAll inclusive (2009)

Die größte Leidenschaft, die Cynthia (Kristen Bell) und Jason (Jason Bateman) noch mit einander teilen, ist das Erstellen von Powerpoint-Präsentationen. Der Weg zum Scheidungsrichter scheint nicht mehr weit. Um nichts unversucht zu lassen, überreden sie ihre Freunde – natürlich mit Hilfe einer ausgeklügelten Powerpoint-Präsentation – einen „All inclusive“-Urlaub auf einer paradiesischen Insel zu buchen. Das „All inclusive“ hier „Komplikationen inclusive“ bedeutet, ahnen Dave (Vince Vaughn), Ronnie (Malin Akerman), Joey (Jon Favreau), Lucy (Kristin Davis), Shane (Faizon Love) und Trudy (Kali Hawk) nicht. Zwischen Palmen und weißem Sandstrand wartet nämlich ein strammes Kursprogramm mit Aussicht auf ein positives Karma auf die vier Pärchen. Ressortleiter Marcel (Jean Reno) stellt die Beziehungen auf den Prüfstand und befördert dabei das ein oder andere Problem zu Tage. In State of Play hatte Jason Bateman sein komödiantisches Talent schon bewiesen , doch in All inclusive zeigt er einmal mehr, dass er sich auch unter der Créme de la Créme von Hollywood behaupten kann: Vince Vaughn (Mein Schatz, unsere Familie und ich), Malin Akerman (Rock of Ages), Kristen Bell (Nie wieder Sex mit der Ex), Jon Favreau (Iron Man), Kristin Davis (Sex and the City), Faizon Love (Mr. Bones) und Jean Reno (Inside Ring) sorgen dafür, dass kein Auge trocken bleibt.

Umständlich verliebt CoverUmständlich verliebt (2010)

Kassie (Jennifer Aniston) ist Single, beruflich erfolgreich und lebt in New York. Was zunächst nach einem perfekten Lebenslauf klingt, ist für Kassie eine kleine Vollkatastrophe. Ihr 40er Geburtstag steht vor der Tür, es fehlt der richtige Mann und die Aussichten auf einen kugelrunden Babybauch sind auch schlecht.  Also entscheidet sie für sich, dass sie schwanger werden will und zwar genau jetzt! Ihr bester Freund Wally (Jason Bateman), seines Zeichens ein pessimistisch, neurotischer Hypochonder, ist von der Idee wenig begeistert. Als sie auch es auch noch ablehnt, seinen Samen zu nehmen, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Die beiden streiten sich und Kassie beschließt Wally eine Weile aus dem Weg zu gehen. Umso überraschter ist er, als er plötzlich eine Einladung zu Kassie’s „Besamungsparty“ in seiner Post findet. Auf dieser Party will Kassie sich durch den Samen ihres Spenders Roland (Patrick Wilson) befruchten. Roland ist verheiratet, Dozent an einer Universität, leidenschaftlicher Sportler und blonder Sunnyboy –  das genaue Gegenteil von Wally. Aus Filmen wie Hangover weiß man, dass zu viel Alkohol nie eine gute Lösung ist. Das lernt auch Wally auf die harte Tour… Am Morgen nach der Besamungsparty wacht er mit einem Filmriss auf und kann sich an nichts erinnern. Sein bester Freund Leonard (Jeff Goldblum) erzählt ihm nur, dass er ihn mitten in der Nacht besuchte und unverständliches Kauderwelsch von sich gegeben hat. Sieben Jahre später steht Sebastian, Kassies Sohn, vor ihm – eine offensichtliche Miniversion von Wally. Umständlich verliebt ist eine durch und durch liebenswerte Komödie über Herausforderungen des Elternwerdens. Jennifer Aniston (Meine erfundene Frau) stellt sich in gewohnter Leichtigkeit den Neurosen von Jason Bateman, dem man die Rolle des neurotischen Hypochonder sofort abkauft.

Kill The Boss CoverKill the Boss (2011)

Jeder hat mit ziemlicher Sicherheit schon einmal daran gedacht, seinen Boss umzubringen. Das Ganze dann in die Tat um zusetzten, ist allerdings noch mal eine ganz andere Sache. Nick (Jason Bateman), Dale (Charlie Day) und Kurt (Jason Sudeikis) haben den Gedanken, ihren Vorgesetzten um die Ecke zu bringen, immer öfters. Was auch nicht weiter verwunderlich ist: Nick wird von seinem sadistischen Boss David (Kevin Spacey) permanent vorgeführt. Dale, der als Assistent in einer Zahnarztpraxis arbeitet, muss sich täglich gegen sexuelle Anmachen seiner Chefin Julia (Jennifer Aniston) behaupten und Chemiefirmenmanager Kurt muss die Launen seines drogensüchtigen Vorgesetzten Bobby (Colin Farrell) über sich ergehen lassen. Der Frust wächst und damit auch die Idee, sich seiner Vorgesetzten zu entledigen. Ein Auftragskiller muss her und wer würde sich dafür besser eigenen als Jemand mit Namen „Motherfucker“ Jones (Jamie Foxx)? Doch so einfach ist ein Auftragsmord nun auch nicht. Motherfucker erklärt sich bereit, den dreien als „Mord-Berater“ mit Rat und Tat zur Seite stehen: Wie bei Hitchcocks Der Fremde im Zug soll jeder den Boss eines anderen umbringen. Dass so ein Mord für drei Amateure eine Herausforderung sein wird, zeigt sich ziemlich schnell…Die starbesetzt Buddy-Komödie behandelt auf amüsante Weise ein Thema, was vielen Arbeitnehmern nur zu gut bekannt sein dürfte. Jason Bateman, Charlie Day (Verrückt nach dir) und Jason Sudeikis (Alles erlaubt – Eine Woche ohne Regeln) liefern genügend Ideen, wie man sich gegen seinen Unliebsamen Chef vom Hals schaffen könnte.

Voll abgezocktVoll abgezockt (2013)

Der Kundenberater Sandy Bigelow Patterson (Jason Bateman) führt ein durchschnittliches Leben: Haus, Hund und zwei bezaubernde Kinder. Alles scheint friedlich bis ein vermeintlich schlichter Telefonanruf Sandys Leben auf den Kopf stellt. Eine „Sicherheitsexpertin“ informiert ihn über einen angeblichen Betrugsversuch worauf hin er ihr alle seine persönlichen Daten zur Verfügung stellt. Die „Sicherheitsexpertin“ ist in Wirklichkeit die shoppingsüchtige Diana (Melissa McCarthy). Mit einem Haufen gefälschter Kreditkarten, Führerscheine und anderen Dokumenten stellt sie Sandys Leben auf den Kopf und shoppt auf seine Kosten. Nach nur kurzer Zeit sucht die Polizei nach der falschen Sandy Bigelow Patterson und stößt dabei auf den echten Sandy. Es stellt sich schnell heraus, dass der echte Sandy nicht für den Betrug verantwortlich ist, jedoch sind den örtlichen Beamten angeblich die Hände gebunden der Betrügerin das Handwerk zu legen. Dies führt dazu, dass sich der echte Sandy auf die Suche nach der Betrügerin macht. Dass die korpulente Betrügerin nicht gerade kooperativ ist, muss Sandy auf sehr schmerhafte Weise erfahren. Auf dem Weg nach Colorado erleben die beiden eine Roadtrip, wie er im Buche steht: Verfolgt von der Mafia, die mit Diana noch eine Rechnung offen hat, bleibt den beiden nichts anderes übrig, als sich zusammen zu tun. Die beiden unterschiedlichen Charaktere von Jason Bateman und Melissa McCarthy ergänzen sich perfekt. Bateman als durchschnittlich überkorrekter Berater und im direkten Gegensatz dazu die temperamentvolle Furie ohne Hemmungen in Form von Melissa McCarthy  sorgen für einen Lacher nach dem anderen. Voll abgezockt reiht sich damit ein in die Reihe erfolgreicher Roadmovies wie Midnight Run, Ein Ticket Für Zwei und Stichtag.

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