Ein dunkelhaariges Mädchen steht vor einem sitzenden, älteren Mann mit Dreitagebart. Zwischen ihnen steht ein Tisch. Darauf ein Koffer, auf welchen das Mädchen seine Arme beim Sprechen stützt. Sie blickt ihm ernst in die Augen und sagt: „Meine Entscheidung ist gefallen, ich werde Cleaner.“ Er schmeißt eine Waffe vor sie auf den Tisch und antwortet ungehalten: „Hier, ein Abschiedsgeschenk. Geh und töte.“ Die Szene stammt aus Natalie Portmans Spielfilmdebüt „Leon der Profi“ mit Jean Reno. Der Film machte die beiden Schauspieler 1994 zu Hollywood-Stars. Und auch über 20 Jahre später haben Killer und ihre Berufung ihren festen Platz in der Filmindustrie.

Hier eine Auswahl an Hitmen und –women-Filmen

Assassin’s Creed

Der Film, auf den Jünger der Assassin’s Creed Videospiele und Fassbender Fans gewartet haben – und von der schönen Optik auch nicht enttäuscht wurden! Neben Michael Fassbender kann sich die übrige Cast mit Jeremy Irons, Brendan Gleeson und Marion Cotillard durchaus sehen lassen.

Der Inhalt des Films: Eine revolutionäre Technologie, die genetischen Erinnerungen entschlüsselt, ermöglicht Zeitreisen. Allerdings sind diese nicht unbedingt ohne Lebensgefahr zu genießen oder für den Anbieter völlig uneigennützig organisiert. Daher füllt dieser die Passagierliste bevorzugt mit verurteilten Straftätern, die im Idealfall einer lange Ahnenreihe an Gesetzesbrechern entstammen. Wie etwa Callum Lynch (Michael Fassbender), der so die Abenteuer seines Vorfahrens Aguilar im Spanien des 15. Jahrhunderts erlebt. Dieser war Mitglied eines mysteriösen Geheimbunds, den Assassinen. Callum gelangt somit an geheimes Wissen und tödliche Fertigkeiten und ist damit bereit, sich dem unterdrückenden und mächtigen Templerorden in der Gegenwart entgegenzustellen.

John Wick

Die Storyline ist schnell erzählt und eigentlich auch nicht besonders wichtig bei diesem Film. Gut, eventuell wichtiger als dessen Dialoge. Was bei John Wick hingegen zählt, sind Keanu Reeves, sein(e) Hund(e) und eine maximal hohe Anzahl an Kämpfen – und vor allem: Headshots! Ganz wichtig!

Der Vollständigkeit halber aber hier trotzdem die Geschichte: Alfie Allen hat aus seiner Rolle in Game of Thrones (Theon Graufreud) offensichtlich nichts gelernt. Hier ist er der verzogene Sohn des Gangsterbosses Viggo Tarasov (Michael Nyqvist, Verblendung) und will Kenau Reeves seinen schicken Sportwagen abnehmen. Das gelingt ihm aber nicht auf Anhieb und als schlechter Verlierer überfällt er  Reeves daraufhin mitten in der Nacht mit einer Truppe Schläger, prügelt ihn windelweich und bringt dann auch noch seinen Hund um. Was ein mächtig großer Fehler war. Denn Keanu Reeves ist John Wick und der Hund war das letzte Geschenk seiner verstorbenen Frau. Also rapelt sich Wick auf, bewaffnet sich bis an die Zähne und kehrt in sein altes Milieu zurück. Auf seiner To-Do Liste: Rache!

Colombiana

Da Zoe Saldana in Hollywood-Produktionen ständig blau (Avatar) oder grün (Guardians of the Galaxy) angemalt wird, war es für sie vielleicht mal an der Zeit an einem französischen Film mitzuwirken. Für Colombiana durfte sie die Lackierstraße ausnahmsweise auch mal weglassen und nicht Aliens, sondern Menschen kunstvoll umnieten. Natürlich nur böse Menschen. Hauptsächlich.

Der Plot: Cataleya (Zoe Saldana) musste im Alter von neun Jahren mitansehen, wie ihre Eltern von Killern eines kolumbianischen Drogenbarons brutal ermordet wurden. Cataleya entkommt nach Amerika. Sie wird dort von der Familie ihres Onkels aufgenommen. Dieser bildet das Mädchen zur perfekten Tötungsmaschine aus. Jahre später kann sie so endlich ihren privaten Rachefeldzug beginnen.

 13 Assassins

Hier reichen zwei Worte: Takashi Miike. Wer ihn kennt und schätzt, liebt seine absurd opulenten Gewaltorgien. Der amtierende Großmeister des japanischen Gewalt-Kinos widmet sich bei 13 Assassins der Samurai Thematik.

Um ihr Land vor großem Schaden zu bewahren, machen sich 13 mutige Samurai auf zu einer schier unmöglichen Mission. Ihr Plan: Sie wollen Lord Naritsugu ermorden, bevor dieser seinen Platz im Rat einnehmen kann. Denn Naritsugu ist ein kranker Sadist. Aus purem Vergnügen foltert, verstümmelt und tötet er und träumt davon, die lange Friedenszeit des japanischen Reiches durch einen Krieg zu beenden. Jedoch weiß der brutale Lord um seine Beliebtheit und umgibt sich stets mit einer zahlreichen Leibgarde. Es bedarf also eines raffinierten Hinterhalts …

Noch mehr Assassins

Last Hitman – 24 Stunden in der Hölle

Der reißerische deutsche Zusatztitel passt nicht so wirklich hundertprozentig. Last Hitman ist eigentlich eher lustig als schockierend. Das liegt vor allem an der klasse Kombination aus Jack O’Connell (’71 – Hinter feindlichen Linien), dem aufmüpfigen Sohn eines Gangsterbosses, und Tim Roth (Reservoir Dogs), dem eiskalten Hitman.

Die Story: Ein Gangsterboss gibt seinen missratenen Sohn bei seinem Hitman in die Lehre, damit der Junge mal was Vernünftiges macht und nicht nur Unsinn treibt. Gleich der erste Arbeitstag des Teenagers (Jack O’Connell) läuft jedoch nicht besonders gut. Widerspenstige Opfer, hübsche Augenzeuginnen und das grausige Tagesgeschäft des Berufsstandes machen ihm zu schaffen. Und das Schlamassel aus Mord, Menschenhandel und miserablem Wetter ist erst der Anfang.

Noch mehr Hitmen

Violet & Daisy

Gilmore Girl Alexis Bledel und Saoirse Ronan (Wer ist Hanna?, Brooklyn) als Auftragskillerinnen Violet und Daisy, die von ihrem Boss Danny Trejo beauftragt werden keinen geringeren zu erledigen als James Gandolfini, Mr. Soprano selbst. Ach ja, und Regie führte Oscar-Preisträger Geoffrey Fletcher (Precious – Das Leben ist kostbar). Selbiger war auch für das Drehbuch und die Produktion dieses Films zuständig

Die Story: Violet und Daisy sind jung, schön und beste Freundinnen. Außerdem arbeitet das Duo seit Jahren gemeinsam als Auftragskillerinnen. Ihr nächster Job soll ihnen ein neues Outfit finanzieren. Doch der Routineauftrag entpuppt sich als schwierig. Ihr Opfer Michael (Gandolfini) verhält sich äußerst seltsam: Er leistet keinerlei Gegenwehr und von Widerrede ist keine Spur zu finden. Die Killerinnen sind irritiert. In der Zwischenzeit rückt ein weiterer Trupp Attentäter an, um den Job auszuführen.

You kill me

Ein ganz großer unter den Cleaner-Filmen. Leider scheint er jedoch völlig unverdient etwas untergegangen zu sein. Denn herrlich trockene, schwarze Humor des Films macht ihn neben seiner ausgezeichneten Besetzung unbedingt sehenswert. Der Film verbindet zudem erfolgreich die Elemente einer romantischen Komödie und eines Thrillers.

Die Story: Der einsame Killer Frank (Ben Kingsley) hat im Dauerrausch einen Job schwer versemmelt. Sein Onkel, seines Zeichens Chef eines polnischen Mafiaclans an der Ostküste, schickt ihn daraufhin zum Ausnüchtern nach San Francisco. Dort lernt Frank bei den Anonymen Alkoholikern Tom kennen (Luke Wilson), der sein Sponsor und Freund wird. Bei seinem Übergangsjob im Beerdigungsinstitut begegnet Frank seiner großen Liebe: Laurel (Téa Leoni). Und die beiden werden tatsächlich ein Paar. Eine Herausforderung für Frank – in vielerlei Hinsicht. Nicht zuletzt aufgrund seiner eigentlichen Berufung.

Pulp Fiction

In der Liste kultiger Killer darf Quentin Tartantinos Dream Team Vincent Vega (John Travolta) und Bad Motherfucker Jules Winnfield (Samuel L. Jackson) auf keinen Fall fehlen! Ihre Diskussionen über Burger-Bezeichnungen oder warum genau es keine gute Idee war, jemandem im eigenen Wagen das Gesicht wegzuschießen, sind einfach unschlagbar gut.

Die Handlung von Tarantinos Meisterstück: In Pulp Fiction verweben sich drei Handlungsstränge, welche sich gegenseitig mehr oder weniger alle beeinflussen. Ausgangspunkt der Geschichte ist Gangsterboss Marsellus Wallace (Ving Rhames). Dieser hat außer Rachegelüsten auch eine recht ausgeprägte Wettsucht und eine scharfe, aber drogensüchtige Frau. Deswegen müssen seine beiden Killer Vincent Vega (John Travolta) und Jules Winnfield (Samuel L. Jackson) ran, um ein paar alte Rechnungen zu begleichen. Um aus dem Auftrag resultierende Probleme darf sich Mr. Winston Wolf (Harvey Keitel) kümmern.  Vincent wird danach anderweitig gebraucht. Er soll sich schließlich am Abend um Marcellus Gattin Mia Wallace (Uma Thurman) kümmern und sie zum Essen ausführen – was prompt in der nächsten Katastrophe endet.

 

Kill Bill Vol. 1 und Kill Bill Vol. 2

Quentin Tarantino hat einfach Spaß an dem Thema Profi-Killer. Seine Leidenschaft dafür gipfelte in dem Zweiteiler Kill Bill. Der Film ist ein Stilmix sondersgleichen und setzt nicht zuletzt seiner Hauptdarstellerin Uma Thurman ein Denkmal.

Die Handlung: Ein Killerkommando richtet auf der Hochzeit ein Blutbad an. Mit einem Kopfschuss fällt die Braut (Uma Thurman) ins Koma. Jahre später erwacht sie und erfährt, dass ihr ungeborenes Baby damals gestorben ist. Die Braut schwört Rache. Als ehemalige Profi Killerin beginnt sie ihre ehemaligen Kollegen, die Mitglieder des Killerkommandos, Stück für Stück zu dezimieren. Doch einen Mann hebt sie sich bis zum Schluss auf: ihren ehemaligen Boss Bill, den Anführer und Auftraggeber der Morde.

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