Die Wachowski-Geschwister sind die Schöpfer einer der epischsten Filmreihen aller Zeiten. Mit der Matrix-Trilogie haben sie nicht nur neue Maßstäbe für intelligente Actionfilme gesetzt, sondern auch einen Kult erschaffen. Seitdem machen sie sich einen Namen mit durchdachten und visuell auffälligen Filmen. Wichtig ist ihnen dabei insbesondere, dass ihre Geschichten für sich selber sprechen. Einer der Gründe, weshalb die Wachowski-Geschwister so selten Interviews geben und auf Auftritte auf dem Roten Teppich dankend verzichten. So haben die Geschwister sogar vertraglich festlegen lassen, dass sie sich nicht zu Werbezwecken fotografieren lassen und äußern müssen.

Outing von Lana Wachowski

Andy und Lana Wachwoski sind wahre Multitalente aus Chicago. Neben ihrer Arbeit als Regisseure sind sie auch als Produzenten, Drehbuch- und Comicbuchautoren tätig. Bevor sie ihren Durchbruch mit den Matrix-Filmen hatten, schrieben sie unter anderem für Marvel Comics. Wenn auch nicht viel über ihr Leben an die Öffentlichkeit gelangt, erregten sie 2012 einiges Aufsehen. Lana, früher bekannt als Larry, outete sich offiziell zur ihrer Transsexualität. Schon vorher war zu erkennen, dass sie weiblichere Züge annahm. Ob sie eine Geschlechtsumwandlung hatte, behält sie jedoch für sich: „Ich weiß, dass viele Menschen für die Information sterben würden, ob ich eine operativ erzeugte Vagina habe. Aber diese Information möchte ich lieber für mich und meine Frau behalten.“

Immer für eine Überraschung gut

Zu ihren großen Vorbildern und Inspirationen zählen die Wachowski-Geschwister, die sich selbst den Künstlernamen Wachwoski Starship gegeben haben, unter anderem Stanley Kubrick, Ridley Scott, Roman Polanski und Alfred Hitchcock. Ihrer Vorliebe, mehrteilige Filme zu kreieren, gehen sie seit kurzem wieder nach. Mit Jupiter Ascending kommt dieses Jahr ihr neuestes Projekt in die Kinos, das mindestens genauso episch und visuell beeindruckend wird wie zu seiner Zeit Matrix. Nicht ohne Grund ist der Auftakt der neuen Sci-Fi-Reihe einer der meist erwarteten Filme diesen Jahres. Eigentlich für 2014 geplant, verschob sich der Veröffentlichungstermin für Jupiter Ascending um fast ein Jahr, da die Postproduktion mehr Zeit in Anspruch nahm, als vermutet. Zugleich ist es der erste 3D Film der Geschwister. Warum die Wachowskis mehrteilige Filme favorisieren? Die Geschichte wird nicht nur unvorhersehbarer und spannender, sie können zugleich mit den Erwartungen des Zuschauers spielen. Vielleicht gelingt ihnen ja die Überraschung und die Rolle des Schauspielers Sean Bean stirbt nicht im ersten Teil von Jupiter Ascending.

 

Filme von den Wachowski-Geschwistern

 

Die Matrix-Trilogie

Der Hacker Neo (Keanu Reeves) findet heraus, dass die Welt nur eine Illusion ist, die den Menschen in einem riesigen Computerprogramm, der Matrix, vorgegaukelt wird … Daraufhin wird er von der mysteriösen Trinity (Carrie-Anne Moss) gefunden und zu Morpheus (Laurence Fishburne) gebracht, der ihn vor eine schwierige Entscheidung stellt: weiterhin in der Illusion leben oder in die Realität schreiten und den Kampf gegen die Maschinen, die die Menschheit unterdrücken, aufnehmen. Als Neo dann noch erfährt, dass er der Auserwählte sein soll, verändert sich sein Leben von Grund auf.

Mit der Matrix-Trilogie haben die Wachowski-Geschwister eine der beeindruckendsten Science-Fiction-Filmreihen unserer Zeit geschaffen. Der Kampf gegen die Unterdrücker der Menschheit ist ein intelligenter und actionreicher Klassiker, der einige Innovationen mit sich brachte. So führten die Wachowskis den sogenannten Bullet-Time-Effekt ein, bei dem eine Kamerafahrt, um ein eingefrorenes Objekt in einer eigentlich schnellen Szenerie dargestellt wird, wie z.B. bei Schießereien.

 

V wie Vendetta (2006)

Großbritannien in einer nicht allzu fernen Zukunft: Der totalitäre Großkanzler Adam Sutler (John Hurt) unterdrückt mit seiner faschistischen „Nordfeuer“-Partei jegliche Opposition und beherrscht auch die Medien. Nachdem ein rätselhafter Virus hunderttausende Briten getötet hatte, riss Sutler die Macht an sich und Versprach der Bevölkerung so Sicherheit. V wie Vendetta: Ein einsamer Rächer in einem faschistischen England

Mit V wie Vendetta haben die Wachowski-Geschwister eine Comic-Vorlage von Alan Moore (Watchmen, From Hell) als Produzenten adaptiert. Die Regie übernahm ihr langjähriger Kollege James McTeigue (Ninja Assassin, Invasion).

Düstere Zukunftsvision der Matrix-Macher

V wie Vendetta ist kein reines Actionspektakel in der Machart von Matrix, sondern eine gut durchdachte und vor allem düstere Zukunftsvision eines faschistischen Großbritannien. V (Hugo Weaving) bekämpft als einsamer Rächer das faschistische Regime des Großkanzlers Sutler und nimmt sich dabei der jungen Evey (Natalie Portman) an.

Speed Racer (2008)

Nach dem Unfalltod seines Bruders Rex tritt Speed (Emile Hirsch) dessen Erbe als vielleicht bester Rennfahrer an. Als das Supertalent aber ablehnt, für einen Großkonzern zu fahren, erklärt dieser ihm den Krieg. Mit Hilfe seiner Familie (Susan Sarandon, John Goodman) versucht Speed zu beweisen, dass er auch manipulierte Rennen gewinnen kann. Doch die Gegner zeigen dem Meisterfahrer, wie rücksichtslos sie ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzen …

 

Ninja Assassin (2009)

Raizo (Rain) ist in einer als Waisenhaus getarnten Ninja-Ausbildungsstätte aufgewachsen. Ausgebildet zum Killer für eine Geheimorganisation und seiner Kindheit beraubt, gelingt dem wutentbrannten Ninja eines Tages die Flucht in den Untergrund. Von dort aus plant er die Rache an seinen Peinigern. Da kommt ihm die schöne Europol-Agentin Mika (Naomie Harris), die gegen das Waisenhaus ermittelt, gerade gelegen. Die Ninjas haben sie bereits im Visier, als Raizo sich kurzerhand mit ihr verbündet, und die beiden zu Gejagten werden. Eine Hetzjagd quer durch Europa beginnt …

Vorsicht, die Wachowski-Geschwister haben wieder zugeschlagen. Und zwar wie! Mit Ninja Assassin haben die Matrix-Macher einen Martial-Arts-Schocker produziert, der seinesgleichen sucht. Hier wird 90 Minuten lang ohne Unterlass geschlitzt und gesplattert, was Handkante und Klinge hergeben. Bei soviel abgetrennten Körperteilen ist auch zu verkraften, dass die Story nicht unbedingt vor Überraschungen strotzt … Übrigens: gedreht wurde der Film in Deutschland in Babelsberg und Berlin.

Cloud Atlas (2012)

Das Science-Fiction-Episoden-Epos Cloud Atlas erzählt parallel sechs verschiedene Geschichten aus fünf Jahrhunderten. Der Film verknüpft die unterschiedlichen Schicksale der Protagonisten eng miteinander. Die einzelnen Erzählstränge und Zeitebenen wechseln sich bei Cloud Atlas ständig ab und ergänzen sich.

Mit der Verfilmung von David Mitchells Bestseller „Der Wolkenatlas“ schaffen Tom Tykwer (Lola rennt, Das Parfüm) sowie die Macher der Matrix-Trilogie Lana & Andy Wachowski ein neues Meisterwerk voller Dramatik, Action und Romantik. Der Cloud Atlas Film nimmt sich nicht nur einer Buchvorlage an, die als unverfilmbar galt, sondern er löst die bestehenden Strukturen soweit auf, dass die sechs Einzelschicksale auf eine unglaublich raffinierte und emotional intensive Weise filmisch neu miteinander verbunden werden. Dieser Film gehört zu einer Kategorie, in der die Macher alles auf eine Karte setzen, um ein Werk zu schaffen, das den Zuschauer weit über die Grenzen herkömmlicher Filmgenres hinweg entführt.

 

Der maxdome Kino-Tipp

Jupiter Ascending (2015)

Ein episches Science-Fiction-Abenteuer von den Machern der Matrix-Trilogie wartet auf Dich! Jupiter Jones (Mila Kunis) wird eine große Zukunft vorhergesagt, schließlich wurde sie unter dem Nachthimmel geboren. Doch der nüchterne Alltag auf der Erde belehrt sie immer wieder eines Besseren, wo sie sich als Putzfrau verdingt. Eines Tages taucht der genetisch manipulierte Ex-Soldat Caine (Channing Tatum) auf, der ihr zeigt, was ihre kosmische Bestimmung ist …

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