Am 29. Oktober kommt die Neuverfilmung von Shakespeares Klassiker Macbeth mit dem irischen X-Men Star Michael Fassbender und der französischen Marion Cotillard (Inception, Taxi Taxi) auf die Leinwand. In der dunklen Tragödie spielen die Beiden den Heerführer Macbeth und seine Frau Lady Macbeth, die mit aller Macht versuchen den Thron Schottlands zu erobern. Auf Drängen seiner Frau ermordet Macbeth den König und wird nun ein tyrannischer Herrscher, der viele Feinde hat und versucht seine Macht zu bewahren.

Leider sind nicht alle Theaterstückverfilmungen gut gemacht. Viel zu oft entwickelt sich aus einem Theaterstück ein langatmiger Film ohne jede Spannung, den Schüler dann im Deutschunterricht „genießen“ dürfen. Doch manche Verfilmungen schaffen es auch die Magie des Theaters in einen Film zu transportieren. Damit ihre keine Zeit mit drögen Bühnenspielen verschwendet, gibt es hier für euch meine Topliste der Theaterstück-Verfilmungen.

Die besten Theaterstück Verfilmungen:

Der Vorname

Das Ehepaar Elisabeth  (Valérie Benguigui, Safari) und Pierre (Charles Berling, Obsession) lädt ihre guten Freunde Vincent (Patrick Bruel, Affären à la Carte) und Claude (Guillaume de Tonquédec, Profiling Paris) zu einem gemütlichen Abendessen ein. Bester Wein, marokkanisches Essen, da kann doch eigentlich nichts schief gehen… Oder doch? Als Vincent, dessen schwangere Freundin Anna (Judith El Zein, Super-Hypochonder) erst später zu der Gruppe stößt, den Namen seines zukünftigen Sohnes verrät, sind seine Freunde geshockt. Das kann doch nicht sein ernst sein! Doch der geheimnisvolle Name ist nicht der einzige Skandal an diesem Abend… Nach und nach werden Geheimnisse und Lügen aufgedeckt, die das Potential haben, die jahrelange Freundschaft zu zerreissen.

Ein lustiger Film mit vielen unerwarteten Wendungen. Jeder der „Gott des Gemetzels“ geliebt hat, wird auch diesen Film genießen. Leider fehlt ihm für meinen Geschmack noch ein bisschen der schwarze Humor und Zynismus, der „Gott des Gemetzels“ so unterhaltsam macht.

 

Frau Müller muss weg

Fünf Eltern, vier Kinder, ein Ziel: Frau Müller (Gabriela Maria Schmeide, Stella und der Stern des Orients) muss weg. Denn bald gibt es Übergangszeugnisse und keiner will riskieren, dass das eigene Kind eine Real- oder gar Hauptschulempfehlung bekommt, da ist es natürlich klar, dass die langjährige Klassenlehrerin gegen ein etwas notentechnisch großzügigeres Modell ausgetauscht werden muss. Doch schon bald stellt sich heraus, dass die Karrierefrau Jessica (Anke Engelke, Ladyland), der arbeitslose Wolf (Justus von Dohnányi, Männerherzen), die alleinerziehende Katja (Alwara Höfels, Fack ju Göhte) und das Elternpaar Patrick (Ken Duken, Zweiohrküken) und Marina (Mina Tander, Männerherzen) sich gar nicht so einig sind wie gedacht. Und ohne das gemeinsame Ziel lassen die Konflikte zwischen den Eltern auch nicht lange auf sich warten.

Eine bissige Satire, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück, die der Elterngeneration den Spiegel vorhält und einen allzu oft zum Schmunzeln bringt.

 

10 Dinge, die ich an dir hasse

Kaum betritt Cameron (Joseph Gordon-Levitt, Inception) seine neue Schule, verliebt er sich schon in seine hübsche Schulkameradin Bianca Startford (Larisa Oleynik, Hawaii Five-0). Es gibt da nur zwei kleine Probleme. Erstens: Bianca ist in den Schönling Joey (Andrew Keegan) verknallt und hat so gar kein Interesse am etwas vertrottelten Cameron. Zweitens: Biancas überfürsorglicher Vater (Larry Miller; Bei Anruf Liebe) hat entschieden, dass Bianca nur dann ein Date haben darf, wenn auch ihre widerspenstige, ältere Schwester Kat (Julia Stiles, Mona Lisas Lächeln) eins hat. Kat ist nicht an Jungs interessiert und die Jungs auch nicht an ihr. Doch schnell fällt Cameron der perfekte Plan ein: Er engagiert den Rocker Patrick (Heath Ledger), um mit Kat auszugehen.

Einer der besten Teeniefilme überhaupt, absolutes 90er-Feeling, coole Musik, starke Frauen und vor allem ganz viel Spaß. Der Film ist eine moderne Adaption des eher unbekannten Shakespeare Stücks „Der Widerspenstigen Zähmung“ und zeigt wie unterhaltsam eine Neuinterpretation klassischer Stücke sein kann.

 

Romeo & Julia

Shakespeares bekanntestes Stück über zwei verfeindete Familien, deren Kinder Romeo (Leonardo DiCaprio) und Julia (Claire Danes, Homeland) sich auf einem Maskenball in einander verlieben, kennt wohl jeder. Romeo und Julia aus dem Jahr 1996 ist eine schrille, moderne Adaption des Klassikers. Während die alten Texte beibehalten sind, spielt der Film in den 90er Jahren, was sich zu einer absurden aber unterhaltsamen Mischung verbindet.

Trotz des tragischen Ende des Stückes hat man beim Sehen des Filmes sehr viel Spaß und auch die schauspielerische Leistung ist sehr gut, so dass man mit den Charakteren mitfiebert und ihnen ein Happy End wünscht.

Die Mischung aus Tragödie und Komödie macht für mich den Charme diesen Films aus.

 

Der Gott des Gemetzels

Zwei Ehepaare treffen sich, um über ihre zwei Söhne zu sprechen. Bei einem Streit soll der Sohn des Karrierepaares Nancy (Kate Winslet, Titanic) und Alan (Christoph Waltz, Django Unchained), dem Sohn von Autorin Penelope (Jodie Foster, Elysium) und ihrem Mann Michael (John C. Reilly, Gangs of New York) zwei Zähne ausgeschlagen haben. Was mit kleinen Streitigkeiten und spitzen Kommentaren beginnt, entwickelt sich schnell weiter, bald gehören die gesitteten Gespräche der Vergangenheit an. Da hilft es auch nicht, wenn Michael gesteht, den Hamster seines Kindes auf einer New Yorker-Straße „ausgesetzt“ zu haben oder Alan gleichzeitig den Arzneimittelskandal eines großen Pharmakonzerns über das Telefon zu vertuschen versucht…

„Der Gott des Gemetzels“ ist ohne Zweifel die beste Theaterverfilmung der letzten Jahre. Die simple Ausgangssituation und Handlung wird durch spitze Dialoge, herausragende Schauspieler und Roman Polanskis Regie zu einem wahren Vergnügen.

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