Mit Elle erwartet Euch ein absolutes Kino-Highlight des diesjährigen Jahres, welches bereits zahlreiche Preise gewonnen hat. Das französische Drama von Regisseur Paul Verhoeven startet am 16. Februar in den deutschen Kinos.

Zum Inhalt: Die selbstsichere Michèle (Isabelle Huppert, Die Klavierspielerin) ist Geschäftsführerin einer erfolgreichen Computerspielfirma und hat eine Vielzahl von Angestellten unter sich. Eines Tages wird sie in ihrem eigenen Haus auf brutale Art und Weise von einem maskierten Mann vergewaltigt. Anstatt die Polizei zu rufen und Anzeige zu erstatten, geht Michèle einfach ihrem Alltag nach. Doch das Geschehene lässt sie nicht los und so versucht die Geschäftsfrau, auf eigene Faust den Täter zu identifizieren …

Das Drama gewann bei der diesjährigen Golden Globe Verleihung den Award als Besten Ausländischen Film. Isabelle Huppert wurde mit dem Golden Globe als Beste Hauptdarstellerin in einem Drama ausgezeichnet. Außerdem ist sie für den Oscar als Beste Hauptdarstellerin nominiert. Wir sind gespannt, ob sie auch diese Trophäe mit nach Hause nimmt.

 

Die besten französischen Filme im Überblick

Blickt man auf die letzten Jahre zurück, so fällt auf, dass eine Vielzahl von erfolgreichen Filmen aus unserem Nachbarland Frankreich stammen. Wohl jeder kennt den verträumten Blick von Amélie aus Die fabelhafte Welt der Amélie oder die lustigen Sprüche von Driss, dem Pfleger des querschnittgelähmten Philippe aus Ziemlich beste Freunde. Auch französische Schauspieler sind mittlerweile aus Hollywood nicht mehr wegzudenken, wie zum Beispiel Eva Green, Jean Reno oder Marion Cottilard.

Nachfolgend eine kleine Zusammenfassung der besten französischen Filme, die bei maxdome zu finden sind.

Ziemlich beste Freunde (2011)

Der an den Rollstuhl gefesselte Philippe (François Cluzet, So ist Paris) sucht eine neue Pflegekraft. Einer der Bewerber ist Driss (Omar Sy, Ein Mordsteam), der jedoch gar kein Interesse an der Stelle hat, sondern bloß dem Arbeitsamt eine gewisse Anzahl von Bewerbungen vorzeigen muss. Doch Philippe will dem jungen Mann aus ärmlichen Verhältnissen eine Chance geben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten finden die beiden zueinander. Denn Driss zeigt kein Mitleid mit dem Querschnittsgelähmten, sondern behandelt Philippe unvoreingenommen und gibt ihm neuen Lebensmut. Zwischen den beiden Charakteren entwickelt sich eine tiefe Freundschaft … Die Tragikömodie basiert auf der Autobiografie von Philippe Pozzo di Borgo. Den Produzenten Olivier Nackache und Éric Toledano wurden für ihre Arbeit mit Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe belohnt.

Liebe (2012)

Die Rentner Anne (Emmanuelle Riva) und Georges (Jean-Louis Trintignant, Drei Farben: Rot) sind seit Jahren miteinander verheiratet und empfinden immer noch eine tiefe Liebe füreinander. Die gemeinsame Tochter Eva (Isabelle Huppert, Elle) ist längst ausgezogen und führt in London ihr eigenes Leben. Eines Tages erleidet Anne einen Schlaganfall. Eine Körperhälfte ist fortan gelähmt, sie kann weder eigenständig essen noch ganz alltäglichen Aufgaben nachgehen. Goerges unterstützt seine geliebte Frau aufopferungsvoll, doch Anne gibt sich mehr und mehr auf. Und der Zustand der Rentnerin verschlechtert sich zunehmend … Liebe von dem Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke gewann zahlreiche Preise der Filmbranche, unter anderem den Golden Globe und den Oscar für den Besten Ausländischen Film. Ein herzzerreißendes Drama, das unter die Haut geht.

 

 

Die fabelhafte Welt der Amélie (2002)

Braune Kulleraugen mit einem engelsgleichen Blick: Das ist Amélie (Audrey Tautou, Zusammen ist man weniger allein). Die junge Pariserin arbeitet in einem kleinen Café am Montmatre. Dort trifft sie auf alle möglichen Leuten, wie zum Beispiel eifersüchtige Liebhaber, zweifelnde Schriftsteller oder tragische Artisten. Da sie deren Leid nicht länger mit ansehen kann, beschließt Amélie, andere Menschen heimlich glücklich zu machen. Mit ihrer kecken Naivität und liebevollen und zugleich verrückten Ideen, gelingt es ihr, ihre Mitmenschen zu verzaubern. So hilft sie zum Beispiel, verborgene Liebschaften wieder zu entdecken oder befreit verborgene Sehnsüchte. Das einzige Problem ist, dass sich Amélie immer nur um das Glück der anderen Leute kümmert und nie an sich selber denkt … Der Film konnte bei der Césars 2002 viermal abräumen, unter anderen für den Besten Film.

 

Willkommen  bei den Sch’tis (2008)

Der Postangestellte Philippe Abrams (Kad Merad) möchte unbedingt an eine Filiale am Mittelmeer wechseln. Und weil die Stelle im Warmen so begehrt ist, täuscht er kurzerhand eine Behinderung vor, um bessere Chancen zu haben. Als der Schwindel auffliegt, wird Philippe in die Region Nord-Pas-de-Calais strafversetzt. Mit großer Abneigung und Angst vor dem tristen Norden verlässt er ohne Frau und Kind seine Heimat und zieht in das kleine Städtchen Bergues. Schon bald wird Philippe bewusst, dass die Menschen im Norden das Herz am rechten Fleck haben, besonders in seinem Kollegen Antoine (Dany Boon) findet er einen Freund. Doch wie soll er seine neue Begeisterung von Nordfrankreich seiner Familie klar machen, die immer noch vom warmen Süden träumt? … Dany Boon, der aus dieser Region Frankreichs stammt, ist nicht nur Regisseur, sondern übernimmt auch die Rolle von Antoine. Mit seinem Part im Film zielt er darauf ab, dem Bild von der Rückständigkeit der Region entgegenzuwirken. Mit über 20 Millionen Zuschauern spricht die Komödie für sich.

 

 

96 Hours – Taken (2009)

Der ehemalige Special Agent Bryan Mills (Liam Neeson) befindet sich im Schockzustand: Seine Tochter (Maggie Grace) wurde bei einer Paris-Reise von albanischen Mädchenhändlern verschleppt und ist nicht mehr auffindbar. Mills entschließt sich, selbst nach Paris zu reisen, um die Täter aufzuspüren. Seine privaten Ermittlungen führen ihn jedoch nicht nur in die Pariser Unterwelt, sondern auch in die High-Society der französischen Hauptstadt. Der Ex-CIA-Agent weiß, dass die Spur solcher Entführungen fast jedes Mal nach vier Tagen verschwindet und die Mädchen danach für immer verschollen bleiben. Mills hat nun 96 Stunden Zeit, um seine Tochter zu retten … Der Actionthriller 96 Hours war nicht nur in Frankreich erfolgreich: So schaffte der Film ebenfalls den Sprung über den Atlantik und führte zum Startwochenende auch die US-Kinocharts an. Und Liam Neeson etablierte sich damit mit Ende fünfzig noch als echter Actionstar.

 

 

Monsieur Claude und seine Töchter (2014)

Der streng katholische Notar Claude (Christian Clavier, Asterix & Obelix gegen Ceasar) und seine Ehefrau Marie Verneuil (Chantal Lauby, Portugal Mon Amour) leben ein konservatives Leben in der französischen Provinz. Die vier Töchter des Ehepaares sind inzwischen allesamt liiert, nur gibt es da ein Problem: Am liebsten hätten Claude und Marie, dass ihre Mädchen richtige Franzosen heiraten würden, doch stattdessen ist die Wahl ihrer Töchter eher multikulti als streng katholisch: Ihre Tochter Ségolène (Emilie Caen, Ziemlich beste Freunde) ist mit einem Chinesen Chao liiert, Isabelle (Frédérique Bel) möchte einen Muslimen heiraten und Odile (Julia Piaton) ist mit einem Juden verlobt. Lediglich ihre Jüngste Laure (Elodie Fontan) erscheint zum alljährlichen Familienfest zur großen Freude ihrer Eltern mit einem jungen Katholiken. Doch bald stellt sich heraus, dass auch dieser nicht den Wünschen von Claude und Marie entspricht …

 

 

The Artist (2011)

Der schwarz­-weiß gedrehte Stummfilm spielt in der Zeit zwischen 1927 und 1932 in Hollywood und erzählt die Geschichte des Schauspielers und Publikumslieblings George Valentin (Jean Dujardin), welcher in der Filmbranche der Publikumsliebling ist. Auf einer Premierenfeier lernt dieser die junge Statistin Peppy Miller (Bérénice Bejo) kennen und verliebt sich in sie. George hilft Peppy, ihre Schauspielkarriere voranzubringen, bleibt jedoch weiterhin unangefochten an der Spitze. Jedoch kommt es bald zum Wendepunkt: George kommt mit der Weiterentwicklung der Filmtechnik und dem Siegeszug des Tonfilms nicht zurecht und verpasst so den Anschluss zu den neu entdeckten Stars … Der Film schafft es, die Zuschauer in eine andere Zeit zurückzuversetzen. Eindrucksvoll wird gezeigt, dass Kino auch ohne Worte funktionieren kann. Fünf Oscars, darunter Bester Film und Beste Regie, drei Golden Globe Awards, sieben British Academy Film Awards und sechs Césars – um nur einige der vielen Auszeichnungen zu nennen. Dem französische Regisseur Michel Hazanavicius gelang eine brillante Hommage an die Klassiker der damaligen Zeit.

 

 

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