Mumien, Helden und Piraten – Die besten Abenteuerfilme

05.07.2012 von André Wagner Schlagwörter: , , ,
Die besten Abenteuerfilme

Es gibt wohl kaum ein Filmgenre welches thematisch so breit gefächert ist wie Abenteuerfilme. Egal ob nun Piratenfilm, Fantasy oder Science-Fiction, je nach Geschichte lassen sie sich alle mit dem Deckmäntelchen des Abenteuerfilms umhüllen. Schon seit Anbeginn der Filmgeschichte gehörten Abenteuerfilme zu den anerkanntesten überhaupt und erfreuen sich auch heute noch beim Publikum ungebrochener Beliebtheit,  egal ob Romanverfilmung, erfundener Story oder Orientierung an wahren Begebenheiten.

Diese Bandbreite macht es natürlich auch schwer, eine Liste der besten Abenteuerfilme zusammenzustellen. Nichtsdestotrotz habe ich diese Aufgabe nicht gescheut und nach längeren Diskussionen im Freundes- und Kollegenkreis kristallisierten sich folgende Filme heraus.

Liste der besten Abenteuerfilme aller Zeiten

Indiana Jones 1 – 4

Indiana JonesDie Indiana Jones Filme sind mit Sicherheit DAS Paradebeispiel für gute Abenteuerfilme. Als Vorbild für die Figur des Indiana Jones diente der US-Archäologe Hiram Bingham, der 1911 in Peru die Inka-Stadt Machu Picchu wiederentdeckte und die vom Dschungel überwucherten Teile der Anlage freilegte. Bis jetzt wurden vier Abenteuerfilme um den Archäologieprofessor Henry Walton Jones  Jr. , genannt Indiana Jones gedreht, die allesamt in keiner Filmsammlung fehlen dürfen. Hauptdarsteller Harrison Ford ließ aber in einem  Interview durchblicken, dass es wohl die Planungen für einen fünften Teil gibt. Nach Star Wars war die Indiana Jones-Saga die zweite große Zusammenarbeit von Harrison Ford und George Lucas, da unter anderem Nick Nolte die Hauptrolle der Abenteuerfilme ablehnte. In allen vier Teilen gibt es wiederholt Anspielungen auf Star Wars: So zieren  in Jäger des verlorenen Schatzes die Druiden C-3PO und R2-D2 als Hieroglyphen eine Steinsäule und in Tempel des Todes gibt es eine Bar namens Club  Obi-Wan.

Fluch der Karibik 1 – 4

Fluch der Karibik 2003 gelang Regisseur Gore Verbinski etwas, woran viele Filmemacher vor ihm gescheitert sind – die Wiederbelebung des totgeglaubten Piratenfilms.  Und es ist Johnny Depp zu verdanken, dass dieses Genre des Abenteuerfilms seitdem wieder eine Renaissance erlebt, denn der Captain Jack Sparrow-Darsteller schuf einen Charakter, an den man sich noch in Jahrzehnten erinnern wird,  etwa wie an Indiana Jones oder Darth Vader. Dabei wollten sie Disney-Verantwortlichen Depp gar nicht für die Hauptrolle haben, sondern bevorzugten eher Jim Carrey. Diesen Verantwortlichen bot man das Skript zu Fluch der Karibik bereits in den 90er-Jahren, aber da der Abenteuerfilm  Die Piratenbraut gerade erst floppte, nahm man vom Genre Piratenfilm erst einmal Abstand. Alle vier Fluch der Karibik-Filme spielten bis dato 3,7 Mrd. US-Dollar ein, bei Gesamtproduktionskosten von 915 Mrd. Dollar eine ordentliche  Gewinnspanne. Das Drehbuch für Fluch der Karibik 5 ist bereits fertig. Der Film ist für das Jahr 2013 geplant.

Die Mumie/ Die Mumie kehrt zurück / Das Grabmal des Drachenkaisers

Die MumieDiese Abenteuerfilme sind eine gelungen Mischung aus Indiana Jones und dem Horrorklassiker Die Mumie aus dem Jahr 1932 mit Boris Karloff. Dabei hätte Hauptdarsteller Brendan Fraser die Dreharbeiten beinahe mit dem Leben bezahlt. Bei einer Hinrichtungsszene fiel er in Ohnmacht, weil der Strick um seinen Hals zu eng war. Auch beim Dreh zum zweiten Teil Die Mumie kehrt zurück zeigte Fraser vollen Körpereinsatz und brach sich u.a. eine Rippe, stauchte sich die Wirbelsäule und verletzte sich an beiden Knien. Im Vergleich dazu kam Skorpionkönig Dwayne Johnson noch gut davon, der Ex-Wrestler holte sich bei den Arbeiten für den Abenteuerfilm nur einen Sonnenbrand und eine Magenverstimmung. Um seiner Imhotep-Rolle gerecht zu werden, musste Darsteller Arnold Vosloo sich zweimal am Tag komplett rasieren.

Jurassic Park 1 – 3

Jurassic ParkDie Abenteuerfilme um wiederbelebte prähistorische Monster begründeten in den 90ern einen regelrechten Dinosaurier-Boom. Dabei sicherten sich die Universal Studios an Jurassic Park für 2 Millionen US-Dollar die Filmrechte, bevor Autor Michael Crichton seinen Roman überhaupt veröffentlichte. Die gesamten Produktionskosten für Jurassic Park I lagen bei 63 Millionen US-Dollar, davon alleine 18 Millionen für die computergenerierten Szenen.  Weltweit spielte der erste Teil der Dino-Trilogie über 915 Millionen Dollar ein und war von 1993 bis 1998 der erfolgreichste Film aller Zeiten, ehe Titanic eine neue Bestmarke setzte. Im Dezember 2008 brach die Produzentin Kathleen Kennedy wegen des Todes des Autors Michael Crichton die Planungen zu Jurassic Park 4 ab. Im Januar 2010 ließ jedoch Jurassic Park III Regisseur Joe Johnston in einem Interview  verlauten, dass die Vorbereitungen wieder aufgenommen werden. Er gab zudem an, dass der vierte Teil etwas völlig anderes und der Beginn einer neuen Trilogie sein soll.

Robin Hood

Robin HoodSelbstverständlich kommt man beim Thema Abenteuerfilm nicht am Outlaw von Sherwood Forest vorbei, quasi einem der ersten Superhelden der Geschichte. Die Geschichte um Robin Hood wurde seit den 20er-Jahren bereits mehrmals verfilmt, auch einige TV-Serien wurden produziert bis hin zu Robin Hood – König der Diebe mit Kevin Costner in der Hauptrolle. Der Film war jedoch so lächerlich, dass die Parodie Robin Hood – Helden in Strumpfhosen von Mel Brooks die gerechte Strafe war. Einziger ernstzunehmender Abenteuerfilm ist Ridley Scotts monumentale Neuverfilmung Robin Hood mit Russel Crowe. Beide hatten schon in Gladiator ihr Gespür für epochale Abenteuerfilme bewiesen.

Der Herr der Ringe Trilogie

Der Herr der RingeJahrelang galten die Kultromane von J.R.R. Tolkien als unverfilmbar. Entsprechend hatte der Autor selbst in seinem Testament ausdrücklich jegliche Verwertung des Romans durch Disney untersagt. Doch dann gelang Regisseur Peter Jackson, der bis dato eher durch Splatter- und Horrorfilme auf sich aufmerksam gemacht hatte, mit den Abenteuerfilmen aus Mittelerde sein Meisterstück. Jackson ging ein hohes Risiko und drehte alle drei Filme am Stück. Und nicht nur der Erfolg sondern auch die Fangemeinde gaben ihm recht. Insgesamt 17 Oscars konnte die Fantasy-Abenteuerfilm-Saga absahnen. Allein Die Rückkehr des Königs spielte weltweit über 1,1 Mrd. US-Dollar ein und ist damit der sechsterfolgreichste Film der Welt. Derzeit dreht DHDR-Regisseur Peter Jackson das Prequel Der Hobbit – Eine unerwartete Reise, welches am 13. Dezember 2012 in den deutschen Kinos anläuft.

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

Die Reise zum Mittelpunkt der ErdeWie schon 20.000 Meilen unter dem Meer basiert auch Die Reise zum Mittelpunkt der Erde auf einem Roman von Jules Verne. Nach dem ersten abenteuerlich Versuch von 1959 wurde 2008 eine weitere Die Reise zum Mittelpunkt der Erde Version gedreht, mit Brandon Fraser in der Hauptrolle. Regisseur Eric Brevig hält sich aber nur noch grob an die  Romanvorgabe von Jules Verne. Die 60 Millionen-Dollar-Produktion war die erste für das digitale 3D-Kino, die mit echten Schauspielern gedreht wurde, die 3D-Produktionen davor waren alle computeranimiert.

Die Reise zur geheimnisvollen Insel

Die Reise zur geheimnisvollen InselDer junge Sean Anderson erhält ein Funksignal von einem mysteriösen Eiland, das auf keiner Karte verzeichnet ist. Mit seinem Stiefvater Hank entschlüsselt er den Code. Sie fliegen mit dem Hubschrauberpiloten Gabato und dessen Tochter Kailani in den Südpazifik, wo sie nach einem heftigen Unwetter über einer einsamen Insel abstürzen. Die entpuppt sich nicht nur als verlorenes Atlantis, sondern auch als Unterschlupf von Seans Großvater. Die Reise zur geheimnisvollen Insel ist das Sequel zum erfolgreichen Disneyfilm Die Reise zum Mittelpunkt der Erde aus dem Jahr 2008. Aus dem Vorgängerteil ist aber nur noch Josh Hutcherson (Sean Anderson) dabei, Brandon Fraser wird durch Dwayne „The Rock“ Johnson aber adäquat ersetzt. Die Reise zur geheimnisvollen Insel orientiert sich an Motiven des Jules Vernes Roman „Die geheimnisvolle Insel“ und kombiniert diese mit Jonathan Swifts „Gullivers Reisen“ und „Der Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson.

Der Schrecken vom Amazonas

Der Schrecken vom AmazonasEine Expeditionsgruppe stößt am Amazonas auf einen „Kiemenmenschen“, halb Meeres-, halb Landlebewesen, der schnell zu einer tödlichen Bedrohung für die Forscher wird. Ein Meisterwerk unter den Horror- und Abenteuerfilmen von Regisseur Jack Arnold, der in den 50er-Jahren eine Reihe von Klassikern wie Gefahr aus dem Weltall (1953), Tarantula (1955) oder Die Maus, die brüllte (1959) schuf. Da in den 50er-Jahren das 3D-Kino seine erste Hochzeit hatte, wurde auch Der Schrecken vom Amazonas im 3D-Polarisationsverfahren produziert. Die Rolle des Kiemenmenschen wurde von zwei Leuten verkörpert, für die Unterwasseraufnahmen steckte der professionelle Taucher Ricou Browning, der später auch in den James-Bond-Filmen Feuerball und Sag niemals nie aktiv war, im Monsterkostüm, bei den Szenen an Land ist es der Schauspieler Ben Chapman.

20.000 Meilen unter dem Meer

20.000 Meilen unter dem MeerDer Sciene-Fiction- und Abenteuerfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman des französischen Autors Jules Vernes über Kapitän Nemo und sein sagenhaftes U-Boot Nautilus. Noch heute genießt die Literaturverfilmung aus dem Jahr 1954 bei den Fans Kultstatus, vor allem wegen seiner für damalige Zeiten beindruckenden Spezialeffekte und des Szenenbildes der Nautilus, für die es am Ende auch zwei Oscars gab. Um die Tentakeln des Riesenkalmars zu bewegen, waren insgesamt 28 Mann von Nöten. Bei den Dreharbeiten der Kampfszene mit dem Kalmar wurde das Wasser am Set so hoch aufgewirbelt, dass es noch Jahre dauern sollte, bis der Filmset wieder vollends getrocknet war.

Meuterei auf der Bounty

Meuterei auf der BountyRemake des Klassikers von 1935 und erste farbige Version des Abenteuerfilms, in dem sich Mannschaft und Offiziere der “Bounty” gegen den sadistischen Kapitän auflehnen. Der Abenteuerfilm wurde 1961 und 1962 an Originalschauplätzen der echten Meuterei im Jahre 1789 auf Tahiti gedreht. Dabei wurde die Bounty nach Originalbauplänen nachgebaut. Beim Drehbuch hielt man sich an die Zeugenaussagen der Meuterer. Hauptdarsteller Marlon Brando war vom Südsee-Flair so begeistert, dass er sich 1965 ein Insel-Atoll, 40 km von Tahiti entfernt für eine Dauer von 99 Jahren pachtete und dort den größten Teil seiner Freizeit verbrachte. Die Meuterei auf der Bounty wurde 1963 für insgesamt sieben Oscars nominiert, ging bei der Verleihung jedoch -  erstaunlicherweise – leer aus.

Die besten Abenteuerfilme online anschauen

Natürlich können in der schier unübersichtlichen Fülle der Abenteurfilme die eben genannten Filme nur eine kleine, aber feine Auswahl darstellen. Sollte jetzt aber die Lust auf eben diese oder auch ganz andere Abenteuerfilme geweckt worden sein, so kannst du bei maxdome aus einer großen Anzahl von Abenteuerfilmen auswählen und diese sofort online anschauen oder für einen späteren Filmgenuss auf deine Festplatte downloaden.

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