Cowboys & Aliens – Kritik und Trailer

16.01.2012 von Christian Walther Schlagwörter: , ,
Cowboys & Aliens

Hollywood liebt Comics. Nachdem in den letzten Jahren beinahe jeder bekannte Comicheld auf die große Leinwand gezaubert wurde, widmet sich Regisseur Jon Favreau nun neuem, unbekannterem Material. Favreau, der mit Iron Man seine Feuertaufe in Sachen Comicverfilmungen mit Bravour gemeistert hatte, und seine Drehbuchautoren Roberto Orci und Alex Kurtzman (Transformers 3Fringe – Grenzfälle des FBI) nahmen sich der Grapic Novel Cowboys & Aliens aus dem Jahr 2006 an. Viel mehr als der Grundgedanke der Alien-Invasion im Wilden Westen ist von der ursprünglichen Geschichte aber nicht übrig geblieben.

Ohne zu viel zu verraten, kurz zur Geschichte: Ein einsamer Cowboy wacht ohne Gedächtnis mitten in der Wüste auf und entdeckt ein seltsames Armband an seinem Handgelenk. Bald findet er heraus, dass es sich dabei um eine Alienwaffe handelt, die er bei seiner Flucht vor den technologisch weit überlegenen Außerirdischen hat mitgehen lassen. Nachdem die Invasoren bei einem Angriff auf ein Wüstenkaff etliche Einwohner entführt haben, macht sich eine kleine Gruppe Cowboys auf zur Rettung.

Die Idee, die beiden eigentlich grundverschiedenen Genres Western und Science-Fiction zu mischen, ist keinesfalls neu. Bereits 2002 erschuf Joss Whedon die Sci-Fi-Serie Firefly, die zu einem Großteil auf wildwest-ähnlichen Planeten spielt. Zwar wurde die Serie von ihren Fans (unter ihnen auch Sheldon Cooper) ins Herz geschlossen und von Kritikern hoch gelobt, allerdings taugte der Stoff nicht für die breite Masse – nach 14 Episoden war Schluss. Cowboys & Aliens wendet sich dagegen ans große Publikum und setzt auf bekannte Gesichter wie Daniel Craig und Harrison Ford. Abgesehen von den wunderbar fiesen Aliens und den sehr gelungenen Special Effects sind es für mich die beiden Schauspieler, die den Spaß am Film ausmachen. Craig mimt den wortkargen Jake Lonergan mit Bond-artiger Coolness – wortkarg sicher auch, um seinen britischen Akzent weitestgehend verbergen zu können. Die für mich weitaus interessantere Figur war aber Woodrow Dolarhyde, der von Harrison Ford glaubhaft gespielt zwischen fürsorglicher Vaterfigur und knallhartem Revolverhelden steht.

Wer einen Westernfilm mit Sci-Fi-Elementen erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Auch die Handlung sollte man nicht allzu akribisch auf Schlüssigkeit und Tiefgang untersuchen. Wer aber einen gut gespielten Science-Fiction-Film vor ungewöhnlicher Kulisse sehen will, für den bietet der Cowboys & Aliens Film kurzweiliges Popcornkino.

Einen kleinen Vorgeschmack gibt’s im Cowboys & Aliens Trailer:

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Weitere Informationen mit Making Of und kostenlosen Cowboys & Aliens Clips gibt’s im maxdome Special unter http://www.maxdome.de/special/cowboys-aliens-film-und-trailer.

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