Hip Hopper haben es heutzutage nicht leicht. Ihre Texte werden in der Öffentlichkeit als homophob oder frauenverachtend wahrgenommen und glorifizieren das Gangster-Image, sagen die Kritiker. Immer wieder schaffen es einige Skandal-Rapper in die Schlagzeilen, wie z.B. Bushido bei der Verleihung des Bambi 2011. Doch der Hiphop an sich ist einfach eine friedliche Jugendkultur, die Ende der 70er Jahre in New York entstanden ist und in den 80er und 90er Jahren die Musikwelt entscheidend geprägt hat mit ihrer DJ- und Sampling-Kultur. Die Rapper oder MCs (Master of Ceremony) erzählten mit ihren Reimen Geschichten aus dem Leben, von der Straße oder waren – wie der Titel MC es schon treffend beschreibt – einfach Partyanheizer. Graffiti-Künstler und Breakdancer komplettierten die Hiphop-Kultur und auch diese haben kulturell einen spürbaren Einfluss hinterlassen – ob in der zeitgenössischen Kunst oder in MTV-Musikvideos.
So haben sich auch diverse Filmemacher des Hiphops angenommen, sei es in Form von Dokumentarfilmen oder als Biopic, in dem das Leben berühmter Rap-Musiker nachgespielt wird. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einige meiner Meinung nach sehenswerte Hiphop Filme vorstellen.
Liste der besten Hip Hop Filme:
Wild Style (USA, 1983)
Wer eine Unterrichtsstunde in Sachen Hip Hop nehmen will, dem sei der Film Wild Style ans Herz gelegt: im semi-dokumentarischen Stil erzählt er die Geschichte des Writers (Hip-Hop-Jargon für Graffiti-Künstler) Zoro im Spannungsfeld zwischen seiner künstlerischen Laufbahn und privaten Problemen, die sich daraus ergeben. Viele Aufnahmen von damaligen Größen des Hip Hops (u.a. Grandmaster Flash oder die Rock Steady Crew) geben einen guten Einblick in die Hip Hop-Welt der 80er Jahre – begleitet von einem tollen Oldschool Soundtrack.
Blutzbrüdaz (D, 2011)
Der Rapper mit der Maske, der vor Jahren mit seinem Hit “Mein Block” eine härtere Gangart des Raps vertrat und stellvertretend für die Berliner Hiphop-Szene stand war Sido. Mittlerweile hat er seine Maske abgenommen und stand mit seinem Rap-Kollegen B-Tight für den Film Blutzbrüdaz vor der Kamera. Herausgekommen ist dabei unter der Regie von Özgür Yildirim eine rasante Musik-Komödie, die sich stets mit einem Augenzwinkern selber nicht so ernst nimmt und genau deshalb so sehenswert ist.
8 Mile (USA, 2002)
Das quasi autobiografische Hip Hop Drama 8 Mile beschreibt den Weg des jungen, weißen Rappers B-Rabbit (verkörpert von Rapstar Eminem), der in einem trostlosen Vorort von Detroit lebt und davon träumt, seinem tristen Alltag zu entfliehen, indem er eine Hip Hop Karriere startet. Dazu muss ich er in einem von Afroamerikanern geprägten Umfeld erstmal sein Talent unter Beweis stellen. Toller Spielfilm, dessen Titelsong “Lose Yourself” Eminem einen Oscar einbrachte.
Status Yo! (D/CH, 2004)
Ein etwas naives, dafür aber umso charmanteres Porträt über die Subkultur des Hip Hop lieferte Regisseur Till Hastreiter in seinem Film Status Yo! ab, den er mit Laiendarstellern drehte, die alle irgendwie mit der Hip-Hop-Kultur verbunden waren, seien es B-Boys oder Rapper. Damit entstand ein authentischer Film über den Berliner Underground, in dem Rapper Yaneq verspricht, die größte Hip-Hop-Party des Jahres zu geben, um von seiner Affäre mit der Schwester seines besten Kumpels abzulenken. Doch ohne Geld und das innerhalb von 24 Stunden auf die Beine zu stellen, ist kein leichtes Unterfangen…
Get Rich or Die Tryin’ (USA, 2005)
Nach dem Erfolg von 8 Mile versuchte sich Curtis Jackson aka “50 Cent” ebenfalls an einem quasi autobiografischen Film. In Get Rich or Die Tryin’ wird seine Geschichte erzählt, wie er nach einem von Gangkämpfen und Drogengeschäften geprägten Leben und anschließendem Gefängnisaufenthalt alles hinter sich lassen will, indem er sich als Rapper versucht. Doch der Ausstieg aus der Kriminalität erweist sich als schwieriger als gedacht. Ein ambitioniertes Werk, dass lange nicht an sein Vorbild herankommt, aber dennoch mit seinen wuchtigen Bildern überzeugt. Nach diesem Film bekam Curtis Jackson diverse Gastrollen in Film und Fernsehen, u.a. im Thriller Twelve und in der Komödie Morning Glory.
Style Wars (USA, 1983)
Hip-Hop Lehrstunde Teil 2: die Dokumentation Style Wars zeigt einen unverfälschten Blick auf die Geburtsstätte der Hip-Hop-Kultur New York, mit einem besonderen Augenmerk auf die Graffiti-Kunst. Viele aus der damaligen Writer-Szene, aber auch Polizisten, Stadtreiniger und der sogar der Bürgermeister kommen im Film zu Wort. Von der Jury des Sundance Film Festivals wurde Style Wars 1984 mit dem Preis für Beste Dokumentation bedacht. Besondere Empfehlung!
Beats, Rhymes & Life: The Travels of a Tribe Called Quest (USA, 2011)
Dieser Film begleitet eine der einflussreichsten und zugleich kommerziell erfolgreichsten Hip-Hop-Bands der 90er Jahre: A Tribe Called Quest. Regisseur Michael Rapaport, selbst ein großer Fan, begleitete die Rapper Q-Tip, Phife Dawg und Ali Shaheed Muhammad bei ihrer Reunion Tour 2008, die sie quer durch die USA führte. Viele Weggefährten von A Tribe Called Quest, wie der kürzlich verstorbene Adam Yauch von den Beastie Boys haben in Beats, Rhymes & Life: The Travels of a Tribe Called Quest einen Auftritt. Nicht nur für Fans ein Muss!
Hip Hop Filme online schauen
Bei maxdome gibt es natürlich auch eine Auswahl an Filmen, die die Hip-Hop Kultur als Thema auffassen. Wer sich näher mit der DJ-Kultur, Rap, Breakdance-Einlagen oder einfach nur mit Geschichten aus dem Ghetto befassen möchte, kann folgende Hip Hop Filme online schauen:
> Blutzbrüdaz
> 8 Mile
> Status Yo!
Für die richtigen Hip Hop Fans unter euch gibt es im Black Music Themenspecial interessante Musik-Konzerte diverser Rapstars zum online schauen:
Beatz und Reime - Die phattesten Hip-Hop Filme,



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