Jeder kennt die gruselige Kreatur Gollum, den menschenähnlichen Affen Caesar und den missverstandenen Gorilla King Kong. Doch das Gesicht hinter diesen legendären Figuren ist wenigen bekannt. Andy Serkis ist der Mann, der gerufen wird, wenn es um die Darstellung von komplizierten Rollen mit Hilfe des Performance Capture Verfahrens geht. Der in London geborene Schauspieler hat nicht nur dabei geholfen das Verfahren des Performance Capture zu etablieren. Er beeindruckte Peter Jackson bei den Dreharbeiten zum ersten Herr der Ringe Film mit seiner Verkörperung des Gollum so sehr, dass seine vorerst reine Sprechrolle zu der Motion-Capture-Figur, wie wir sie kennen, ausgeweitet wurde. Danach gab es zahlreiche weitere Rollen, unter anderem King Kong und Kapitän Haddock aus Die Abenteuer von Tim und Struppi. Somit wurde Serkis zum Pionier des mittlweile weiterentwickelten Performance Capture Verfahrens. Zudem hat er bereits seine eigene Produktions- und Beratungsfirma für Performance Capture gegründet. Doch was ist Performance Capture eigentlich?

Performance Capture – Die Zukunft Hollywoods?

Vor Performance Capture war Motion Capture. Ein Verfahren bei dem die Körperbewegungen des Schauspielers eingefangen und auf eine computeranimierte Figur übertragen werden. Die Mimik jedoch war hierunter noch rein animiert. Unter Performance Capture jedoch hat sich das geändert. Hier wird mit Hilfe von vielen Sensoren und kleinen Kameras zusätzlich zu den Körperbewegungen das Gesicht und die Mimik des Schauspielers vollständig eingefangen. Der Schauspieler ist so in der Lage, der Figur eine einzigartige Tiefe zu geben, die ohne seine Leistung so nicht möglich wäre. So wundert es einen auch nicht, dass Performance Capture immer wichtiger in Hollywood wird. Selbst der riesige Drache Smaug aus dem zweiten Hobbit Teil wurde mit Hilfe dieses Verfahrens verwirklicht. Benedict Cumberbatch verlieh ihm sein Gesicht. Auch komplette Filme werden mittlerweile mit dem Verfahren verwirklicht- wie z.B. Die Legende von Beowulf mit Angelina Jolie.

Wie erfolgreich Andy Serkis in der Szene ist, zeigt ein aktuelles Beispiel. Bereits im letzten Avengers Film wurde Mark Ruffalo für seine Darstellung des Hulk in einen Green Suit gesteckt. Da die schauspielerische Herausforderung im neuen Film jedoch stieg, wurde Andy Serkis als Performance Capture Berater hinzugezogen und coachte Ruffalo intensiv für seine Rolle. Er selbst wird in Avengers: Age of Ultron in seiner menschlichen Gestalt zu sehen sein. Auch im neuen Star Wars Film werden wir Andy Serkis zu Gesicht bekommen. Hier ist jedoch noch nicht bekannt, ob er eine Performance Capture oder eine Live Action Rolle inne hat.

2016 wird Serkis sein Regie-Debüt machen. Jungle Book: Origins ist eine Neuauflage des Dschungelbuchs, in der Serkis neben der Arbeit als Regisseur auch die Stimme des Bären Baloo übernehmen wird. Ob die Tiere mit Performance Capture generiert werden, ist noch nicht bekannt. Mit Andy Serkis an Bord ist es jedoch mehr als wahrscheinlich, dass der Film eine tolle Mischung aus Performance Capture und Live Action wird.

Die besten Andy Serkis Filme mit Performance Capture Verfahren

Planet der Affen: Revolution (2014)

Der vor zehn Jahren freigesetzte Virus hat den größten Teil der Menschheit ausgerottet und die wenigen Überlebenden hausen in städtischen Ruinen, die von ihrer einstigen Zivilisation übrig geblieben sind. Während einer Expedition in den Wald trifft eine Gruppe um Malcolm auf ein intelligentes Volk der Affen, das dort unter der Führung von Caesar lebt. Malcolm und Ellie erkennen, dass diese wie auch die Menschen nur verteidigen wollen, was ihnen wichtig ist: ihre Heimat, ihre Familien und ihre Freiheit. Gemeinsam plädieren sie für gegenseitiges Verständnis und erwirken ein Friedensabkommen, welches jedoch von kurzer Dauer ist.

Im zweiten Teil der neuen Prequel-Trilogie zu Planet der Affen überzeugt Andy Serkis erneut in seiner Rolle als Schimpanse Caesar. Die Affen sehen hier noch realistischer und beeindruckender aus. Besonders eindrucksvoll ist dabei die intensive Darstellung des Mimikspiels, die den Affen nahezu menschlich erscheinen lässt. Wieder wird deutlich, dass Andy Serkis vor allem eines ist: der Meister des Performance Capture.

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise (2012)

Die erfolgreichste Kino-Trilogie der letzten Jahre findet hier ihren Anfang. 60 Jahre vor den Ereignissen aus Der Herr der Ringe, machen sich Gandalf der graue Zauberer, 12 Zwerge und Ihr König Thorin Eichenschild mit dem Hobbit Bilbo Beutlin auf den Weg zu neuen Abenteuern. Gemeinsam versuchen sie das verlorene Königreich der Zwerge zurück zu erobern. Vor Jahren vertrieb der Drache Smaug das Volk der Zwerge aus ihrer Heimat, dem Berg Erebor. Seitdem herrscht der feuerspeiende Drache über das Reich und hat sich in der ehemaligen Schatzkammer des Königreichs eingenistet.

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise ist der erste Film und somit Auftakt der dreiteiligen Fantasy-Filmadaption von Tolkiens Kinderbuch Der Hobbit aus dem Jahr 1937. Der Film lebt durch seine Detailtreue und seine eindrucksvollen, bildgewaltigen Aufnahmen. Peter Jackson leistet mit der Aufnahme in High Frame Rate Pionierarbeit. Dem Zuschauer wird es ermöglicht voll und ganz in die Welt von Mittelerde einzutauchen. Mit Der Hobbit hat Peter Jackson die Welt von Mittelerde wieder auferstehen lassen und nimmt das Publikum erneut mit auf ein großes, episches Abenteuer. Im Prequel der Herr der Ringe-Trilogie trifft man auf viele vertraute Gesichter. Andy Serkis ist wieder in seiner denkwürdigen Rolle als Gollum zu sehen, durch die neue HFR-Technik sogar noch überzeugender.

Planet der Affen: Prevolution (2011)

Der junge Wissenschaftler Will forscht an einem Heilmittel gegen Alzheimer. Als eine Testreihe an den Affen ein tragisches Ende nimmt, werden die Versuchstiere getötet und das Forschungsprojekt beendet. Einzig das Schimpansenbaby Caesar überlebt und findet bei Will ein neues Zuhause. Caesar entwickelt im Laufe der Jahre eine übermenschliche Intelligenz. Als Will eines Tages gezwungen wird, Caesar in einem Affengehege abzugeben, bricht für den Schimpansen eine Welt zusammen. Caesar gelingt es, sich und die anderen Primaten zu befreien und einen Aufstand anzuzetteln. Die Machtübernahme der Affen beginnt …

Ein Muss für jeden „Planet der Affen“-Fan

Über 40 Jahre sind vergangen, seit der „Planet der Affen“ das Science-Fiction-Genre revolutioniert hat. Es folgten vier Sequels von durchwachsener Qualität sowie Tim Burtons gescheiterter Versuch einer Neuverfilmung. Mit „Prevolution“ liefert Regisseur Rupert Wyatt nun das Prequel zur Kult-Saga und erzählt die Vorgeschichte des affenmäßigen Aufstands. Als Hauptrevoluzzer mittendrin ist natürlich Affe Caesar, der Fans der Reihe bereits bestens aus all den anderen Teilen bekannt ist. Neu an dem Action-Prequel ist allerdings, dass die Affen dieses Mal komplett aus dem Computer sind. Als Vorbild war dabei erneut Andy Serkis aktiv, der schon die Bewegungen von Gollum und King Kong steuerte. Und so sehen Caesar und Co. auch weitaus realistischer aus, als noch in den alten Teilen aus den 70ern. Eine intelligente Story, noch nie dagewesene Special Effects und spektakuläre Action machen „Prevolution“ zu einem absoluten Muss für jeden Planet der Affen-Fan und Cineasten.

Der Herr der Ringe Reihe (2001-2003)

In der Verfilmung der epischen Trilogie von J.R. Tolkien begibt sich der junge Hobbit Frodo Beutlin (Elijah Wood) auf eine gefährliche Reise ins finstere Mordor zum Schicksalsberg. Dort soll er den magischen Ring, der früher dem bösartigen Sauron gehörte, zerstören. Unterstützt wird er dabei von dem Zauberer Gandalf (Ian McKellen), den Hobbits Merry Brandybock (Dominic Monaghan), Peregrin „Pippin“ Took (Billy Boyd) und seinem Gärtner Samweis „Sam“ Gamdschie (Sean Astin).

Unterwegs schließen sich den Gefährten noch der Elbe Legolas (Orlando Bloom), der Zwerg Gimli (John Rhys-Davies) sowie die beiden Menschen Aragorn (Viggo Mortensen) und Boromir (Sean Bean) an, um die Mission als Gemeinschaft von neun Gefährten erfolgreich durchzuführen.

Ein unglaubliches Abenteuer beginnt für Frodo und seine Gefährten, die auf dem Weg nach Mordor das Nebelgebirge überwinden müssen. Unterwegs begegnen sie zahlreichen Gefahren, wie den finsteren Nazgûl, Horden mordlustiger Orks, sowie dem bösen Zauberer Saruman (Christopher Lee). Aber auch der Ring selbst stellt die Gefährten vor eine Herausforderung, denn er übt eine magische und bösartige Anziehungskraft aus.

Andy Serkis spielt in der Trilogie die Kreatur Gollum. Gollum hat es auf den Ring abgesehen, schließlich war er einst für viele Jahre sein Schatz! Zuerst verfolgt er die beiden Hobbits Frodo und Sam, setzt aber kurz daraufhin die Reise gemeinsam mit ihnen fort nach Mordor. Andy Serkis haucht der Figur des Gollum Leben ein und begeistert insbesondere durch die intensive Darstellung der besessenen Art und Zwiespältigkeit Gollums.

Weitere Andy Serkis Filme online schauen

Auch in Rollen ganz ohne Performance Capture Verfahren ist Schauspieler Andy Serkis zu sehen. Dabei variiert er zwischen allen Genres von Komödie bis Thriller. Wenn Andy Serkis euch auch mal in seiner eigenen Haut überzeugen soll, gibt es bei maxdome viele weitere Andy Serkis Filme zum online schauen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.